Mystic Mountains

Entstehungsgeschichte

Einige Felsformationen in der Sächsischen Schweiz haben solch besondere Formen, dass diese auf mich fast mystisch und manchmal auch etwas geheimnisvoll wirken. 

Wenn diese besonderen Felsen vom Nebel regelrecht überspült werden, denkt man, man befände sich mitten in einer Sagenwelt. Oft erinnern mich diese Felsen dann an Szenen aus bekannten Filmen wie z.B. Der Herr der Ringe.

Da ich ja schon seit ein paar Jahren fotografiere, wusste und weiß ich natürlich wo ich diese besonderen Felsformationen finde. Da ich schon mehrmals an diesen Orten war wusste ich auch, wie sich das wichtigste Gestaltungsmittel der Fotografie (das Licht) auf die Objekte auswirkte.

Ich suchte mir also Orte und Fotostandpunkte heraus, die auf mich mystisch wirken. So war ich unter anderem im Polenztal unterwegs, es zog mich hin- und wieder nach Rathen oder in die Schrammsteine. Manche Orte musste ich mehrmals aufsuchen, denn nicht immer passten die Bedingungen. Im Juli hatte ich dann einen echten Glücksmoment und konnte einen Regenbogen im Zeitraffer aufnehmen.

Die Wehlnadel in Rathen diente mir als Motiv. Diese etwa 15 m hohe Felsnadel thront wie ein kleiner Turm vor der Bastei. 

Oktober 2016

Inseln im Meer

Wie kleine Inseln scheinen die Berge im Nebel zu schwimmen

Mai 2016

Mystische Felsen

In Rathen ist die Felskulisse atemberaubend. Die Felsen der Kleinen Gans werden von der Sonne angeleuchtet.

Oktober 2016

Naturschauspiele

Mit etwas Glück kann man solche Naturschauspiele beobachten. Der Regenbogen scheint im fertigen Video zu wandern.

Juli 2016

Der Schrammsteinkegel in der Hinteren Sächsischen Schweiz hat eine ganz besondere Form. Hier wird er vom Nebel umringt. Im fertigen Zeitraffer wirkt das spektakulär.

Oktober 2016

Die Aufnahmen

Im April 2016 begann ich damit die ersten Sequenzen zu sammeln. Den groben Ablauf des Videos hatte ich bereits im Kopf und auch die Musik hatte ich mir im Vorfeld herausgesucht.

Jedem Abend vor dem Einschlafen setzte ich meine Kopfhörer auf und überlegte mir wie ich die fertigen Sequenzen zu einem Film zusammenschneiden kann.

Letzten Endes hatte ich dann ca. 50.000 Einzelbilder zusammen. Die gesamten Aufnahmen nahm ich im Zeitraum vom April – Oktober 2016 auf.  

Insgesamt verbrachte ich in der freien Natur ca. 30-40 Stunden.

 

Technik

Seit Dezember 2015 setze ich mich intensiv mit der Zeitrafferfotografie auseinander. Am Anfang war das ganze für mich ein Buch mit sieben Siegeln.

Doch als ich die erste Sequenz im Dezember 2015 aufnahm wurde ich vom Zeitraffervirus infiziert.

Eigentlich braucht es für diese Zeitraffersequenzen keine spezielle Technik. Ich habe ja alles da. Im folgenden möchte ich euch zeigen, welche Technik bei mir zum Einsatz kam.

 

Ein Slider (Eigenbau von Christoph Klammt) kam auch zum Einsatz. Mit ihm gelangen mir bewegte Kamerafahrten.

Oktober 2016

Die Kamera(s)

Für die Aufnahmen kamen Spiegelreflexkameras der Marke Nikon zum Einsatz. Ich besitze mehrere Kameras, aber diese Kameras wurden vorwiegend eingesetzt.

Zur Steuerung meiner Kameras nutze ich einen Kabelauslöser mit einer integrierten Timeeinheit.

Damit die Kameras einen sicheren Stand haben, verwendete ich Stative der Firma Manfrotto sowie Rollei.

Ich verwendete keinen Kugelkopf, sondern griff auf einen Getriebeneiger zurück. Für die Drehbewegungen verwendete ich eine Dreheinheit der Firma Syrp und die bewegten Aufnahmen realisierte ich mit einem Slider von Christoph Klammt.

Zum Einsatz kamen eine Nikon D600 sowie eine Nikon D5300.

 

Objektive

Das wichtigste waren aber die Objektive. Hier konnte ich aus einem großen Fundus wählen, den im Laufe der Zeit haben sich bei mir viele Objektive angesammelt. Es kamen die folgenden Objektive zum Einsatz. Nikon 16-35 mm, Nikon 24-70 mm, Tamron 70-200 mm, Tamron 150-600 mm sowie das Sigma 20 mm Art.

Vor die Objektive schraubte ich unter anderen Verlaufsfilter, Polfilter oder Graufilter.

Zum Transport der Objektive und meiner Kameras dienten unter anderen meine Rücksäcke. 

 

Software

Für das Erstellen der Zeitraffersequenzen griff ich auf eine Software zurück die sich LRTimelapse nennt. Zum schneiden nutzte ich FinalCutPRO. Als Rechner diente mir ein Apple Mac Mini.

 

Für unbewegte Zeitraffersequenzen braucht man nur ein stabiles Stativ.

Mai 2016

Das Intervall muss man gut abschätzen. Zum Schluss sorgt dieses Intervall für die Geschwindigkeit einer Aufnahme.

Januar 2016

Ich nahm immer zwei Kameras auf meine Touren mit. Dieses kleine Stativ ist ein guter und leichter Begleiter.

Mai 2016

Die Premiere in Dresden

Zum Bergsichten-Festival 2016 hatte der Film seine Premiere. Am zweiten Festivaltag sahen ca. 1000 Leute diesen Film. Am letzten Tag waren es auch noch einmal ca. 400 Leute.  

Es war schon ein komisches Gefühl, vor 1000 Leuten zu stehen. Noch komischer war das Gefühl, dass man mit diesem Film einen großartigen Filmblock eröffnete. Am 15.11.2016 veröffentlichte ich diesen Film dann auch auf Vimeo.

Danksagungen

Nun ist es auch an der Zeit mich bei meinen Mitstreitern und Freunden zu bedanken, die mir immer zur Seite standen und mit denen ich auch sehr viel erlebt habe. Mein Dank geht an:

Matthias Menge, Heiko Valentin, Timo Füssel, Christoph Klammt, Susann Ziemandorf, Peer Zickler, Philipp Zieger, die Stativkarawane, dem Sandsteinblogger, das Bergsichten-Team und alle anderen die ich hier womöglich vergessen habe zu erwähnen.

One thought on “Mystic Mountains

  1. Wow, was für wundervolle Aufnahmen und was für ein großartiges Projekt. So viel Zeit muss man erst einmal haben und vor allen Dingen auch am Ball bleiben. Bin schwer beeindruckt. War selbst auch mal im Elbsandsteingebierge, allerdings nur für ein paar Stunden mit Familienanhang, da war leider überhaut keine Zeit für etwas aufwendiges. Also Hut ab!!!

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