Mein Jahresrückblick 3. Teil

September

Der September ist für mich einer der schönsten Monate im ganzen Jahr. Im August ist es meist tagsüber noch ziemlich heiß und auch die Nächte sind manchmal eher unangenehm. Im September ist das ganz anders. Tagsüber kann es zwar noch ziemlich warm sein aber in der Nacht kühlt sich die Luft dann immer ziemlich ab und in der Nacht entsteht dann der schöne (fotogene) Nebel.

Für meinen Zeitrafferfilm „Mystic Mountains“ zog es mich wieder ziemlich oft nach Rathen. Hier konnte ich mehrere schöne Momente erleben.

Ich war ca. 4 mal an der kleinen Gans einen markanten Klettergipfel im Rathener Felsengebiet. Hier sammelte ich ein paar Sequenzen. Manchmal war der Nebel da und manchmal nicht. Aber es war immer wieder eine tolle Stimmung.

Das rechte Bild ist ein sogenanntes „Keyframe“ aus einer Sequenz.

 

Ein weiteres Highlight für mich persönlich war der gemeinsame Fotovortrag mit Matthias bei dem Sommerbergsichten-Festival in Porschdorf. Hier zeigten wir ein kleines, verkürztes Programm unseres Vortrages.

Vor ca. 200 Leuten zeigten wir unsere Bilder und Videos. Auch ein Zeitrafferfilm von unserem verstorbenen Freund Sven Zickler zeigten wir an diesem Abend. Es gab den ein oder anderen kleinen Lacher und die Zuschauer konnten auch einige Geschichten erfahren, wie die Fotos entstanden sind. Danach lauschten wir noch den anderen Vorträgen. Es war ein wunderschöner Abend.

Wir möchten uns da noch einmal ganz herzlich beim Veranstalter bedanken. Es war wirklich grandios!

Oktober

Im Oktober zeigten wir in Bad Schandau einen Vortrag und eine Woche später waren wir im Hohnsteiner Puppenspielhaus zu Gast. Beide Veranstaltungen waren ausverkauft und uns hat es sehr viel Spass gemacht die Bilder zu präsentieren.

Im Oktober hatte ich dann natürlich auch Urlaub. Hier ließ ich es aber einmal ruhig angehen. Die letzten Sequenzen für Mystic Mountains konnte ich denoch sammeln. Am 31.10.2016 begab ich mich zusammen mit Peer, Matthias, Timo und Heiko in die Schrammsteine. Für uns war es kein einfacher Tag, den noch vor einem Jahr ist unser Fotofreund Sven verstorben. Wir wollten deshalb noch einmal zu seinem letzten Aussichtspunkt gehen.

Das war schon etwas länger geplant. Am 30.10.2016 schrieben wir uns gegenseitig und machten eine Startzeit aus. Wir hatten etwas Glück, dass wir nicht so früh rausmussten. Ich glaube mein Wecker klingelte mich ca. 4:00 Uhr aus dem Bett. Vor uns lag dann noch ein relativ schwieriger und langer Weg. Das ganze Elbtal lag im Nebel. Stellenweise sah man die eigene Hand nicht mehr vor Augen. Im Schein der Taschenlampen ging es denoch in die Schrammsteine. Der Fotoort war nach ca. 80 Minuten erreicht.

Völlig durchgeschwitzt mussten wir uns erst einmal setzen. Ich musste erst einmal nach Luft schnappen. Die vielen Bockwürste in den letzten Monaten zollten nun den Tribut. Mit einigen Teelichtern formten wir den Namen von unserem Freund Sven.

Für uns alle war es wirklich nicht einfach, gerade wenn man bedenkt dass Sven vor genau einem Jahr an dieser Stelle das letzte mal stand. Auch heute ist es immer noch ein beklemmendes Gefühl darüber nachzudenken. Aber ich persönlich denke, dass er immer noch bei uns ist. Er ist nun für das ganze Licht und das drumherum verantwortlich und das hat er in diesem Jahr wirklich sehr gut gemacht.

Als es dann langsam etwas heller wurde lichtete sich der Nebel und einzelne Felsen konnte man schon schemenhaft erkennen. Ich baute meine zwei Kameras auf und stellte diese ein. Anschließend klickten und klackten sie im Takt und nahmen eine Sequenz nach der anderen auf.

Etwas oberhalb sah man die bekannte Schrammsteinaussicht. Auch hier tummelten sich einige Fotografen.

Es war wirklich ein echt toller Moment. Die Formen der Sandsteinfelsen kamen hier besonders schön zur Geltung. Im Hintergrund sah man dann wie die Strahlen der Sonne über den Nebel wanderten.

Nach ein paar Stunden an diesem Ort ging es dann für uns wieder nach unten. Die Laubfärbung war in diesem Monat auf dem Höhepunkt. Der Nebel hing sogar immer noch in den Wäldern und die Sonne hatte große Mühe sich durch diesen zähen Nebel zu kämpfen.

Auf dem Rückweg kamen uns immer wieder Wanderer entgegen und sagten zu uns guten Morgen. Wir guckten uns dabei an und mussten lachen, den wir waren schon fast 7 Stunden unterwegs.

 

 

_dsc0158-kopie-2Im Oktober baute mir dann mein Freund Christoph Klammt einen Slider. Es ist noch ein Prototyp, welcher aber sehr gut funktioniert. So habe ich jetzt einen Slider und einem Motorkopf mit dem ich motorisierte Kamerafahrten vollführen kann.

Zum Höhepunkt der Laubfärbung ging es dann wieder nach Rathen. Die Wehlnadel ist gerade im Herbst ein lohnendes Motiv. Wir wollten schon unsere Kameras einpacken, da wir dachten das die Wolken den Sonnenaufgang zu nichte machen würden. Doch dann siegte die Sonne und es war einfach nur atemberaubend.

 

 

 

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Im Oktober erfuhr ich dann auch, dass mein Film Mystic Mountains beim diesjährigen Bergsichten-Festival in Dresden zu sehen sein wird. Mensch war ich hier glücklich.

November

Im November schnitt ich meine ganzen Zeitrafferfilme zu einem Film zusammen, der am 12.11.2016 sowie am 13.11.2016 in Dresden gezeigt wurde. Einen Tag zuvor hatte ich noch mit Matthias in der Porschdorfer Einkehr einen Vortrag. Hier auch noch einmal ein ganz großes Dankeschön an das Bergsichten-Team sowie an die Porschdorfer Einkehr. Aber natürlich zog es mich auch wieder hinaus und ich machte einige Sequenzen. Ich kann es halt nicht lassen und bin schon ein wenig „Foto“ verrückt.

In der dritten Novemberwoche bekam ich dann noch eine Anfrage vom MDR. Für die Fernsehsendung „Echt“ sollte ich als Landschaftsfotograf vorgestellt werden. Nach ein paar Mails und Telefonaten war ich dann schlauer und aufgeregter. Ich fragte wie ich am Drehtag erscheinen soll. Mir wurde gesagt, seien Sie nicht aufgeregt, kommen Sie so wie Sie immer zum fotografieren gehen.

Zum Drehtag erschien ich also zusammen mit Matthias. Wir hatten dann, neben Bernd Arnold und Tom Pauls einen ca. 5-minütigen Auftritt in der Fernsehsendung „Echt – Das Magazin zum Staunen“. Die Ausstrahlung war am 06.12.2016.

Dezember

Hier hofften wir, dass es mal schneit. Es sah auch garnicht so schlecht aus. In der ersten Dezemberwoche gab es mal einen kleinen Schneeschauer. Dieser blieb aber nicht liegen. Die Tage danach erinnerten eher an einem Frühlingsmonat. So war es leider die letzten Jahre auch. Aber ich hoffe, dass es 2017 wirklich mal schneit.

Das war der dritte und letzte Teil meines Rückblickes. Morgen verabschiede ich dann dieses tolle Jahr.

 

 

One thought on “Mein Jahresrückblick 3. Teil

  1. Das war ja wirklich ein tolles Jahr für Dich. Neben vielen super Fotos, bist Du ganz nebenbei „berühmt“ geworden.:) Egal, bleib wie Du bist und mach weiter so. Noch viele tolle Motive und aufregende Wanderungen durch unsere schöne Heimat wünsche ich Dir auch für 2017.
    VG Peter Clemens

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