Mein Hobby – die Fotografie

Die Fotografie und besonders die Landschaftsfotografie ist in den letzten Jahren eines meiner größten Hobbies geworden. Es ist schon vielmehr als ein normales Hobby geworden. Aber jetzt mal nach der Reihe nach, ich möchte euch mal zeigen, wie ich meinen Weg zu der Fotografie und später auch zur Landschaftsfotografie gefunden habe. Vielleicht geht es ja vielen ähnlich.

Meine ersten Erinnerungen

Ich hatte verdammt viel Glück, dass ich hier geboren wurde. Wäre ich womöglich wo anders auf die Welt gekommen, ich hätte das Elbsandsteingebirge wahrscheinlich nur immer in meinen Urlaubstagen gesehen. Ich war noch garnicht richtig auf der Welt, da fuhr mich meine Mutti und meine Schwester schon im Kinderwagen umher. Hier ging es ins Polenztal. So richtig kann ich mich daran natürlich nicht mehr erinnern, aber dafür gab es noch dutzende viele andere schöne Erinnerungen.

Das erste Mal an der frischen Luft (Herbst 1988)

Im Frotzmald – Urlaubs- und Wanderausflüge

Auch im Urlaub ging es immer wandern, ich kann mich nicht daran erinnern, dass es auch mal einen Urlaub gab wo man einfach nur „faul“ rumlag. Immer ging es wandern. An meine ersten Urlaube kann ich mich noch sehr gut erinnern. Es ging nach der Wende in den Schwarzwald. Ich konnte früher leider noch nicht so gut reden und nannte den Schwarzwald in Frotzmald um. Hier ging es auch sehr oft wandern. Im nächsten Jahr ging es dann in die richtigen Berge, die es mir bis heute auch sehr angetan haben. Wir machten Urlaub in Österreich. Die frische Bergluft tat mir einfach nur gut. Schon früher mochte ich die Berge. Ich fand das immer wieder schön diese zu sehen.

An den freien Wochenenden, sofern ich mich noch erinnern kann, ging es immer in die Sächsische Schweiz zum wandern hinaus. Wo wir langgelaufen sind wusste ich natürlich nicht, aber wenn ich mir heute die Bilder ansehe weis ich es. Es ging fast immer in die Schrammsteine oder zum Winterberg. Schon früh am Morgen liefen wir los. Manchmal machten wir sogar ein Picknick im Wald (und nahmen den Müll selbstverständlich wieder mit). Es waren schöne Erinnerungen, manchmal war ich aber ein bockiges Kind und wollte einfach nur noch nach Hause. Aber es gab dann auch die kleineren Touren. Auf dem Lilienstein waren wir ich glaube auch sehr oft. Kein Wunder, dieser wunderschöne Tafelberg liegt ja nur wenige Meter vor meiner Haustür.

Ich will heim ;-)
Ich will heim 😉

Man wurde älter

Die schönen Erinnerungen haben einen schon fast geprägt und ich bin froh das mich meine Eltern immer mal mit rausgenommen haben. Auch damals im Kindergarten und in der Schule hatten wir Wandertage. Auch da ging es ins Polenztal und anschließend den Brand hinauf. Dann gab es auch noch die Ausflüge ins Schullandheim. Hier kamen zweimal nach Papstdorf in die „Erna“. Hier wanderten wir jeden Tag. So richtig kann ich mich aber daran nur noch in Bruchstücken erinnern. Aber auch das war eine wundervolle Erinnerung. Wenn ich heute noch nach Papstdorf gehe kommen diese ganzen Bilder hoch.

Am Ende der 90er Jahre kamen dann leider die ganzen Spielekonsolen (Nintendo, Playstation und Co.) auf den Markt. Das Interesse von mir und meinen Freunden galt dann mehr den Zeittotschlagen. Aber zum Glück hatten wir ja unsere Eltern welche uns ab und zu diese Spiele wegnahmen und so waren wir wieder gezwungen rauszugehen. Es wurden Buden gebaut und im Wald spielten wir Ritter. Man machte sich auch um nichts und niemanden Gedanken, auch nicht wo ich mit meinem Freund eine alte DDR Fahne sowie eine Albanien Flagge fand. Wir sind damit rumgelaufen und haben die Zufahrt zu unserer Straße blockiert. Für jedes passieren verlangten wir eine Mark. Die Fahne hat mir mein Vater dann ganz schnell wieder weggenommen 😉

2003 kaufte ich mir meine erste Kamera

So vergingen die Jahre wie im Flug aber die Erinnerungen sind geblieben. Meinen ersten Kontakt mit einer Kamera hatte ich 1997. Zu dieser Zeit gab es aber noch keine Digitalkameras. Ich erinnerte mich noch gut daran wie ich mit einer „Einmal“-Kamera durch die Welt gezogen bin. Voller Stolz machte ich damit ein paar Fotos und kam damit nach Hause. Blöd war nur, das ich den Film im vollen Licht öffnete. Darauf hin sagte mir mein Vater das nun alle Bilder kaputt sind und das war erst einmal das Ende der Euphorie.

Erst 2003 kamen die ersten Digitalkameras auf den Markt. Ich kaufte mir von meinem Jugendweihgeld meine erste Kamera. Das war doch klasse, man konnte Fotos machen und diese dann gleich ansehen und zeigen. Die Kamera war damals das beste was es gab. Neben den 3,1 Megapixeln hatte sie auch einen 3-fachen digitalen Zoom. Den ersten Bilder schoss ich mit ihr auf der Bastei. Auch hier waren wir auf einem Schulausflug.

2009 meine ersten Landschaftsbilder

2009 wurde mein Interesse wieder geweckt. Ich zog mit meiner kleinen Digitalkamera durch die Wälder. Mein erstes Ziel war dabei auch wieder das Polenztal und anschließend auch die Waitzdorfer Höhe. Hier machte ich meine ersten richtigen Fotoerfahrungen. Mit dem Ergebnis war ich allerdings nicht so recht zufrieden. Schnell schob man es auf die Kamera. Das ich aber zu einer ungünstigen Zeit fotografieren war (früher Nachmittag) und dass die Sicht dadurch sehr diesig war, das hatte ich nicht gewusst. Aber es war eine schöne Zeit, die ersten Erfahrungen zu sammeln. Schnell kaufte ich mir aber dennoch eine neue Kamera und so fand ich den Weg zur großen Spiegelreflexwelt. Meine erste Kamera, eine Nikon D40, war mein ständiger Begleiter. Ständig ist dabei aber ein dehnbarer Begriff, denn ich war vielleicht nur 3 mal im Monat draußen „knipsen“.

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2010 – der Virus wurde geweckt

2010 war das Jahr in dem die Lust in mir geweckt wurde Landschaften zu fotografieren. Ich ging das erste mal in meinem Leben auf einem Berg, nur um einen Sonnenuntergang zu fotografieren. Damals noch ohne Stativ. Die anderen hatten alle Stative und ich fragte mich warum sie sich diese Mühe machten 😀

Im September ging es dann auf eine größere Tour in den Schrammsteinen. Hier sah ich auch die Orte wieder, welche ich als Kind mit durchwandert hatte. Fast 8 Stunden waren wir unterwegs. Zu Hause angekommen war ich völlig kaputt, wollte aber zum Fußball gehen. Ein fataler Fehler. Ich war 5 Minuten auf dem Feld und beim ersten Kontakt mit einem Gegenspieler knackte etwas. Ich lag auf dem Boden und konnte mein Bein nicht mehr bewegen, es ging anschließend gleich ins Krankenhaus und meine Fussballkarriere war dahin.

Leider ging es auch 2011 so weiter. Ich musste für längere Zeit ins Krankenhaus und musste leider erst einmal die Kamerasachen an den Nagel hängen. Ich hatte einfach keine richtige Kraft dafür. Das ganze hat sich aber geändert wo ich in der Reha war. Hier wurde ich langsam aber sicher wieder aufgepäppelt und mir ging es von Tag zu Tag besser. Auch meine Kamera war mit dabei und so verbrachte ich fast meine gesamte Freizeit im Freien :-).

Da ich im Krankenhaus ja nicht fotografieren konnte, hatte ich viele Bücher gelesen. Im Herbst 2011 konnte ich dieses wissen dann endlich umsetzen. Es machte einfach nur Spass und ich glaube es hat mir sehr dabei geholfen wieder gesund zu werden. Fast jede freie Minute verbrachte ich im „Elbi“. Die frische Luft und das herumlaufen in der Natur ist doch wirklich die beste Therapie. Beim Sandsteinblogger kann man das nachlesen.

2011 mein Einstieg in die Landschaftsfotografie

Jede freie Minute nutzte ich in diesem Herbst. Sogar wenn das Wetter unpassend war, war ich draußen und entdeckte Dinge, die mir vorher nie aufgefallen sind. Ich begann meine Umgebung bewusster war zu nehmen. Mein allererster Fotoausflug verschlug mich auf dem Gamrig, hier erlebte ich eine Stimmung die ich noch nie zuvor so intensiv erlebt hatte. Als ich wieder zu Hause war sagte ich mir, dass ich noch viel mehr erleben möchte und so wurde es dann auch. 2012 erkundete ich Ecken, die ich zuvor noch nie gesehen hatte. Ich nutzte jede freie Minute wo es Sonne und schönes Wetter gab und wenn es kein schönes Wetter gab dann befasste ich mich mit meinen Büchern. Schnell kamen die ersten brauchbaren Bilder heraus. 2011 war auch das Jahr wo ich die Seite „Elbsandsteinbilder“ erstellt hatte. Hier präsentierte ich meine Bilder meinem „Publikum“.

Für mich war es jetzt völlig normal früh um 3 Uhr aufzustehen, um den Sonnenaufgang auf einem Berg zu fotografieren. Auch war es für mich kein Problem mehr früh durch den dunklen Wald zu laufen. Manchmal sind es ja dann wirklich fast 10 km die man da läuft. Früher hätte ich mir das nicht vorstellen können. Ich war ein echter Langschläfer. 

2016 – 5 Jahre Fotografie

In diesen 5 Jahren habe ich so viele schöne Momente erlebt die man garnicht alle aufzählen kann. Auch habe ich in den letzten 5 Jahren viele Freunde kennengelernt. Die Fotografie hat uns quasi zusammengeführt. Gemeinsam mit meinen Freunden unternehme ich fast an jedem Wochenende eine kleine Fototour. Manchmal geht es nur zur Bastei, aber an manchen Tagen sind wir fast den halben Tag in der Natur. Das ist wirklich das schönste Gefühl was es gibt. Nie im Leben möchte ich dieses schöne Hobby aufgeben. Die Fotografie ist ein großer Teil in meinem Leben geworden.

2016 war auch das Jahr, in dem ich meinen ersten Zeitrafferfilm veröffentlicht hatte. Der Film wurde in Bad Schandau im Juni das erste mal gezeigt.

In den letzten Jahren sind viele Bilder entstanden, in dieser Galerie habe ich mal meine Lieblingsbilder für Euch zusammengestellt.

Wenn ich später mal Kinder haben sollte dann werde ich mit ihnen das gleiche machen, was meine Eltern mit mir machten. Ihnen die wunderschöne Landschaft vor der Haustür zeigen.

Mein erster Zeitrafferfilm

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