Die Entstehung eines Zeitrafferfilmes

Am 25.06.2016 konnte ich meinen ersten Zeitrafferfilm auf der Bergfilmnacht in Bad Schandau präsentieren. Der fertige Film geht insgesamt fast 9 Minuten und entstand in einem Zeitraum von ca. 7 Monaten.

Vorgeschichte/Idee

Die Idee für solch einen Film gab es schon länger. Gemeinsam mit Sven Zickler wollte ich solch ein Projekt realisieren. Leider kam es nie dazu, doch der Gedanke wurde nicht verworfen. Seit November 2015 beschäftige ich mich mit der Zeitrafferfotografie. Damals war mir das alles zu kompliziert und ich wollte eigentlich nur fotografieren. Doch als ich das erste mal meine Kamera für Zeitraffer benutzte und dann das Ergebnis sah wurde der Virus in mir entfacht.

Die Aufnahmen im fertigen Film

Die ersten Aufnahmen für den fertigen Film entstanden entstanden im Dezember 2015 die letzten im Juni 2016. Insgesamt deckt der Film also einen Zeitraum von fast 7 Monaten ab. Begonnen habe ich im Winter auf einigen Felsen in Hohnstein, aber auch in Rathen und in der Stadt Hohnstein war ich unterwegs.

Der erste Teil des Filmes war bereits im März fertig und wurde auf einem Fotovortrag im Nationalparkhaus gezeigt. Da lag aber noch sehr viel Arbeit vor mir um den Film letztendlich auf fast 8 Minuten zu bringen.

So war ich mehrmals in der Woche unterwegs. Ununterbrochen ratterte und klickte meine Kamera. Unzählige Bilder brachte ich mit nachhause. Mein alter Rechner brach in die Knie und ein neuer musste her. So konnte ich endlich die Sequenzen schneller rendern und mein Film nahm immer mehr Gestalt an.

Was wäre aber ein Film ohne eine geeignete Musik? Schon im Vorfeld (als es die Sequenzen noch nicht gab) suchte ich mir die Musik aus und blieb bei einigen „klassischen“ Stücken hängen. Im Kopf hatte ich bereits die ersten Bilder und Gedanken und konnte diese dann auch mit den entstandenen Sequenzen umsetzen.

Anfang Juni war es dann endlich soweit und mein Film „Licht an!“ war fertig. Nach 80 Stunden, vielen Bieren und einigen verspeisten Bockwürsten war ich dann endlich fertig. Fast 17.000 Bilder waren für diesen Film nötig. 5.000 Bilder liegen immer noch auf meiner Festplatte, sie werden sicherlich mal für ein anderes Projekt verwendet.

Verwendete Technik

Das Arbeitstier in diesem Film war meine Nikon D5300. Es ist eine wunderbare kleine Kamera die ich mithilfe von WLAN auch kabellos ansteuern kann. Gerade für Zeitraffer ist das ganz wichtig, man muss ja ständig die Belichtung nachregeln. Als überaus nützlich erwies sich auch mein Kabelauslöser. Den hier konnte ich immer mein richtiges Intervall einstellen. 

Es kamen folgende Objektive zum Einsatz:

Nikon 16-35 mm (z.B. für die Sequenz mit den Schrammsteinen sowie dem Blick auf Rathen)
Tamron 70-200 mm (z.B. für die Sequenz mit dem fließenden Nebel im letzten Teil des Filmes)
Nikon 24-70 mm (z.B. für die Sequenz mit dem Falkenstein)
Nikon PC-E 24 mm (z.B. mit der Sequenz des Baumes sowie des Waldes im ersten Teil des Filmes)

Auch benutzte ich einen Drehkopf der Firma Syrp, welche ich wunderbar mit meinem Handy steuern konnte. Es kam
ebenfalls ein Slider zum Einsatz. Dieser wurde mir von Christoph Klammt zur Verfügung gestellt. Danke nocheinmal!

Das wichtigste war ein stabiles Stativ und ein fester Halt. Dazu benutzte ich dieses Stativ und diesen genialen
Getriebeneiger.

 

 Making Of

 

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